Geschichte

[Ortsname und Ortsgründung] [Archäologie] [Denkmalliste] [Geschichtliche Daten]
 


Ortsname und Ortsgründung



Unser Ort Lampferding hatte ursprünglich den Namen seines Oberhauptes "Lantfrid" erhalten. In den ältesten Urkunden heißt der Ort nämlich "Lantfridingen".
Die heutige Aussprache Lampferding, mit hellem "a" und der Betonung auf dem "m", ist eine mundartliche Abkürzung des alten Ortsnamens Lantfridingen, der sich im Laufe der Jahrhunderte wie folgt entwickelt hat:

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- Lantfridingen (um 1110)
- Lentfridingen (um 1250)
- Lampfreding (um 1320)
- Lämpferding (1416)
- Lompfering (1520)
- Lämpferting (1671)
- Lampferting (1702)


Das Dorf zählt zu den sog. echten "-ing" - Orten. Diese Orte, deren Namen also mit -ing enden und die etwa ab 500 n.Chr. von Bajuwaren gegründet worden sind, werden allgemein als die ältesten in Bayern betrachtet. Diese Bajuwaren übernahmen oft schon vorhandene Siedlungsplätze der Römer. Typisch für einen Bauernhof aus der Römerzeit (Villa Rustica) wäre auch dessen Lage. So wurden Plätze gewählt, die:

- an oder in der Nähe einer Straße lagen,
- ein fließendes Gewässer ohne Hochwassergefahr in der Nähe hatten,
- an einem nicht zu steilem Hang, aber auch nicht ganz oben auf dem Buckel waren,
- eine gute Umhersicht boten und
- unten am Hang eine Viehweide möglich war.

Bis auf die noch nicht nachgewiesene alte Straße in oder bei Lampferding sind alle Merkmale einer sehr frühen Siedlung vorhanden. Somit ist Lampferding sehr wahrscheinlich älter als die umliegenden Orte, wie z.B. Dettendorf, Ostermünchen und Tuntenhausen.
Als Keimzelle unseres Ortes ist der Kirchmaier-Hof ("beim Kirma"), oder das "Wirt-Anwesen" zu vermuten, da beide unmittelbar an die Kirche angrenzen und das Kirchengrundstück von beiden Hofstellen gleichermaßen umgeben wird.


 Lesen Sie hier einen Zeitungsartikel zum Lampferdinger Ortsnamen
(*.html-Dokument 249 kB) (int.):



Archäologie



Gesicherte Archäologische Befunde in und bei Lampferding fehlen bis heute leider. Es soll aber im Wald südwestlich von Lampferding noch ein Stück einer Straße aus der Römerzeit zu sehen sein. Hierbei könnte es sich um einen Rest der vermuteten Römerstraße von Kleinhelfendorf nach Rott am Inn bzw. nach Attel handeln (s.o.).

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Dank der Luftbildarchäologie entdeckte man vor Jahren ein Bauwerk, das aus der Keltenzeit stammt: eine sog. Keltenschanze oder Viereckschanze (Bild rechts). Sie ist stark eingeebnet und liegt etwa einen Kilometer nordöstlich des benachbarten Dettendorf. Dieser Kultbau wurde vor gut 2000 Jahren (Latènezeit, ca. 500-15 v. Chr.) angelegt und hat eine Fläche von knapp 7000 qm.
Es ist eine, von nur zwei bekannten Keltenschanzen im ganzen Landkreis Rosenheim.


Archäologische Funde und Bauten im Umkreis von 6 km um Lampferding:

Steinzeit (ca. 10000 - ca. 2300 v. Chr.)
- 4,0 km östlich am Rabenbach: Steinaxt-Fragment
Bronzezeit (ca. 2300 - ca. 1200 v. Chr.)
- 2,7 km südwestlich bei Schweizerting: Lappenbeil-Fragment aus Bronze
- 3,3 km südlich bei Seisrain: Bronzedolch
Urnenfelderzeit (ca. 1200 - ca. 800 v. Chr.)
- 6,0 km nordöstlich in Rott am Inn: Bronzemeißel
Hallstattzeit (ca. 800 - ca. 500 v. Chr.)
- keine Funde
Latènezeit (ca. 500 - 15 v. Chr.)
- 2,2 km nordöstlich bei Dettendorf: Viereckschanze
Römerzeit (15 v. Chr. - 488 n. Chr.)
- 5,5 km östlich bei Rott am Inn und Hochstätt von Nord nach Süd:
   vermuteter Verlauf der Römerstraße von Regensburg nach Innsbruck
- 6,0 km nordöstlich in und bei Rott am Inn: Römische Münzen, Grabstein aus Kalkstein mit Inschrift
Frühes Mittelalter (488 - ca. 900)
- 2,5 km südlich bei Aubenhausen: Körpergrab mit Spatha
- 2,6 km südwestlich in Schweizerting: drei Körpergräber
- 3,1 km südwestlich bei Hörmating: Flügellanzenspitze aus Eisen
- 4,0 km nördlich bei Bruckhof: Körpergrab
- 5,3 km, nordwestlich in Aßling: Körpergräber mit Waffen
- 5,8 km, nordwestlich bei Obstädt: Körpergräber
Mittelalter (ca. 900 - ca. 1500)
- 2,2 km südöstlich bei Unterrain: flacher Turmhügel oder Wartturm des Mittelalters oder der frühen
   Neuzeit
- 4,2 km nordöstlich bei Schalldorf: Burgstall
- 4,4 km östlich bei Stöbersberg: Burgstall
- 4,7 km östlich bei Friesing: Burgstall

Mehr Informationen finden Sie unter "www.gesellschaft-fuer-archaeologie.de/" (ext.).


Denkmalliste




Lampferding:
- Lampferding 17: Kath. Kirche Mariä Himmelfahrt, spätgotischer Saalbau mit leicht eingezogenem Chor und nördlichem Satteldachturm, im 18. Jhdt. barockisiert und erweitert, mit Ausstattung
(mehr...) (int.)

- Knogler Feld: Feldkapelle, modern, von 1984, mit historischer Ausstattung vom Vorgängerbau (dieser wurde bei einem Verkehrsunfall zerstört) ©   
- Lampferding 18: Bildstock, Tuffpfeiler, um 1700, im Garten bei Liwa, an der Straße nach Dettendorf ©   
Karlsried:
- Karlsried 2: Einfirsthof, zweigeschossiger Wohnteil mit Flachsatteldach und Bundwerk am Wirtschaftsteil, um 1840/50

Schweizerberg:
- Dettendorfer Feld: Feldkapelle, kleiner Putzbau mit Satteldach und Lourdesgrotte, 1921
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Angelsbruck:
- Angelsbrucker Feld: Feldkapelle, kleine verputzte Nischenanlage, 2. Hälfte 19. Jhdt.
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Mehr Informationen finden Sie unter "www.blfd.bayern.de/" (ext.).


Geschichtliche Daten



Um 773
Im Jahr 773 tradieren (schenken) die Huosi-Brüder "Lantfrid" und "Cundhart" in Rott am Inn (Tr. Fr. 57b). Wegen den vielen Verbindungen der damaligen Rotter Grundherren in das Lampferdinger Gebiet (Dettendorf, Holzen, Hohenthann), kann man in diesem Lantfrid den Ortsgründer annehmen.

1104-1122
Die erste schriftliche Nachricht von Lampferding ist etwa 900 Jahre alt. Um das Jahr 1110 übergab nämlich ein Edler Rahwin von Gosseltshausen ein Gut in "Lantfridingen" an das Hochstift Freising (Tr. Fr. 1685).

1172/73
In Tegernseer Urkunden ist die Freie Gertrud von Lampferding genannt, die sich mit Kindern als Zinspflichtige unterstellt.

1189-1206
Rudiger und seine Gattin Bertha von Lampferding übertragen Besitz am gleichen Ort.

1240
In Lampferding gab es um 1240 einen Hof, der ein Lehensgut eines Herrn Walter war, der früher in Schalldorf (Schalchdorf) seinen Sitz hatte.

1308
Im Jahre 1308 wird in alten Urkunden ein Ortsadel genannt, der sich nach Lampferding benennt. Es waren die Brüder Heinrich und Otto Schuehel von Lantfriding.

1315
Erstmals wird die Lampferdinger Kirche mit Friedhof (int.) in den Besitzverzeichnissen des Freisinger Bischofs Konrad (Conradinischen Matrikel) erwähnt.

1318
1318 wird ein Streit erwähnt, den die Gebrüder Heidenreich und Friedrich von Schalchdorf mit dem Freisinger Chorherren Emicho von Alzey wegen eines Gutes in Lantfriding hatten.

1431-1453
Im 15. Jahrhundert findet man den Namen Lampferding häufig in den Urkunden des Bayerischen Hauptstaatsarchives in München. Der Pfleger von Rosenheim Joerg Pueber zu Perhah, kaufte 1431 von den Gebrüdern Jörg und Hans Schuckel einen Hof zu Lampferding, den er am 26. September 1453 an Kaspar Puebinger von Dettendorf wieder veräußerte. Seit diesem Kauf ist jahrzehntelang von diesem Geschlecht der Puebinger als Hofbesitzer in Lampferding die Rede.

1491-1498
• Im Jahre 1491 werden des öfteren der selige Georg Puebinger, seine Witwe Barbara Christoph und seine unmündigen Kinder und deren Vormunde erwähnt. Das Puebinger-Gütl, das neben der Kirche von Lampferding lag, veräußerten die Vormunde am 21. August 1491 an die Liebfrauenkirche zu Lampferding.

• Der Schwiegersohn des Georg Puebinger von Dettendorf, Wolfgang Schelshorn, und seine Frau Anna, verkauften am 5. Dezember 1491 an Georg Roell aus München von ihrer Hube und ihrer Taverne zu Lampferding eine ewige Jahresgült (Bodenzins) von 1 Rheinischen Gulden. Am 28. August 1495 gab Schelshorn diesen Zins um 20 Gulden an Konrad Seuer von Eisendorf, Pfleger von Ölkofen, weiter. Wolfgang Schelshorn heißt in den Urkunden Wirt von Lampferding. Auf der Taverne saßen früher sein Bruder und sein Vater. Taverne und Hube verkaufte er am 3. April 1498 auf Widerruf an Abt Johann III. Kapfmayr von Rott am Inn.

1509/10
Im Jahr 1509 treffen wir auf Wolfgang Truckl aus Grafing als Besitzer des Puebinger-Hofes. Er verschrieb seiner Mutter Katharina als jährliche Gült (Bodenzins) aus dem Hof 10 Schilling Pfennig, die er auch bei Naturschäden zu leisten verspricht. Der Hof war mit 25 Pfund Pfennig ablösbar. Als Zinsherr wird am gleichen Tag, am 19. August 1509, Hans Pienzenauer aus Zinneberg erwähnt, dem Wolfgang Truckl für den Puebinger-Hof jährlich 2 Rheinische Gulden Zins zu entrichten hatte. Am 28. Mai 1510 wurde durch den herzoglichen Gerichtsschreiber Sigmund Grafinger und den Landrichter Kaspar Rasp von Schwaben mit gewaltsamem Stabe auf offener Landgerichtsschranne durch des Fronboten dreimaliges Ausrufen der Kirchmaier-Hof zu Lampferding (Foto) an das Kloster von Attel feierlich verkauft.

1514
Das Kirchengütl, oder das Freysinger-Gütl, wurde am 31. Oktober 1514 in der Taverne zu Tuntenhausen an die Abtei Attel ausgetauscht. Der Pfarrer von Emmering, Johann Mainburger, und sein Pfarrverweser Georg Moesl, die Kirchenpfleger "Unserer Lieben Frau" Konrad Mayer aus Angelsbruck und Hans Wagner aus Lampferding gaben das Kirchengütl, auf dem Asmus Freysinger saß, stiftsweise mit Grund und Boden auf dem Tauschweg dem Abt Leonhard von Attel.

Um 1520
Vermutlich um die vielen Wallfahrer besser aufnehmen zu können, wurde die Lampferdinger Liebfrauenkirche neu gebaut.


 Lesen Sie hier einen zusammenfassenden Bericht der Lampferdinger Wallfahrtsgeschichte 
(*.html-Dokument 807 kB) (int.):



1580-1584
Von Kaufgeschäften über Häuser in Lampferding berichten uns Urkunden aus dem 16. Jahrhundert ferner, daß am 20. Januar 1580 Agnes, die Witwe des Augustin Schneider aus Lampferding, ihr "Haeusel auf dem Pach" an Hans Jaeger aus Tuntenhausen verkauft hat. Dieses Haus, das auf Gemeindegrund stand, verkaufte Hans Jaeger am 4. April 1584 an das Gotteshaus zu Lampferding.

1596 und 1601
In diesen Jahren ist in Lampferding ein "Amtsknecht" bezeugt, der die polizeiliche Gewalt innehatte. Sein Bezirk reichte bis einschließlich Tuntenhausen.

1702
Unter Abt Aemilian I. Oettlinger kaufte das Kloster Rott im Jahre 1702 den "Hoferhof zu Lampferting" hinzu.

1725
Am 2. Juni 1725 übergab Matthäus Weber seinen "Kirma-Hof" in Lampferding, den er von Kaspar Kirchmaier gekauft hatte, seinem Sohn Lorenz.

 Lesen Sie hier den Bericht von der Hofübergabe
(*.html-Dokument 4 kB) (int.):


1757
Aus der Kirche wurden Kelche und sonstige Kostbarkeiten von hohem Wert gestohlen.

1808
Die Gemeinde Lampferding entstand als so genannte "Steuergemeinde". (mehr...) (int.)

1817
In diesem Jahr verkauften die Lampferdinger ihre Orgel. Sie steht seit dem im Gotteshaus von Mauerkirchen bei Bad Endorf. Sie war schon damals eine "alte Tiroler Bauernorgel". (mehr...) (int.)

1818
Die "Steuergemeinde" wurde 1818 zur politischen Gemeinde und umfaßte alle Orte im Umkreis von ca. 2 km. (mehr...) (int.)

1820
Aus diesem Jahr ist eine "Tabellarische Beschreibung des Bisthums Freysing" überliefert (hier die Daten der umliegenden Orte, geordnet nach absteigender Einwohnerzahl).

Ortsname Seelen Häuser Decanat
Beyharting 190 24 Aibling
Tuntenhausen 118 18 Aibling
Tödtendorf 95 21 Steinhering
Kronau 94 18 Aibling
Lampferting 67 16 Steinhering
Ostermünchen 56 9 Aibling
Eisenbartling 49 10 Aibling
Emmering 47 10 Steinhering
Angelsbruck 18 3 Steinhering
Viecht 17 3 Steinhering

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1856
Diese Karten zeigen alle Lampferdinger Straßen und Gebäude. Links aus dem Jahre 1856 und rechts 143 Jahre später von 1999.


1859
Die Gesamtfläche der innerhalb der Lampferdinger Gemeindegrenzen liegenden Grundstücke betrug nach der Katastral-Vermessung 1.080 Hektar und 9,82 Ar.

Um 1860
Um das Jahr 1860 plante man die Trasse der Bahnverbindung München-Rosenheim. Hierbei sollte auch Lampferding und die südlich gelegene Gemeinde Tattenhausen einen Bahnhof bekommen. Man verwarf diese Planungen aber dann und verlegte die Trassenführung in unserem Gebiet weiter westlich.

1869
Mit der Behauptung, die Lampferdinger Männer wollen "lutherisch" werden, begründete der Emmeringer Pfarrherr die Tatsache, daß kein Kooperator mehr in die Filialen nach Lampferding und Dettendorf kommt. In einer regelrechten Wut-Predigt von der Kanzel, die sogar bis zum "Nürnberger Anzeiger" durchdrang, geigte er den Lampferdingern seine Meinung.

 Lesen Sie hier den Zeitungsbericht von der Predigt
(*.html-Dokument 6 kB) (int.):


1872
Im Jahre 1872 wurde von der Gemeinde die große steinerne Brücke über die Attel bei Angelsbruck für 1.700 Gulden erbaut.

1873
In diesem Jahr kaufte die Gemeinde eine Feuerwehrspritze für 700 Gulden.

1874
Im Jahre 1874 wurden durch Blitzschlag in Dettendorf zwei Anwesen (Heileder und Brodlederer) gänzlich eingeäschert. Daraufhin gründeten die Lampferdinger einen Feuerwehrverein und bauten aus Gemeindemitteln ein "Feuerhaus", dessen Kosten sich auf 3.000 Mark beliefen. (mehr...) (int.)

1876

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• Im Jahre 1876 wurde für die Filialkirche Lampferding eine Turmuhr (Bild links) für 1.261 Mark angeschafft. Hergestellt wurde sie 1873 in der Münchner Turmuhrenfabrik Johann Neher.

• Im gleichen Jahr errichtete man einen neuen Schulsprengel und ein Schulhaus in Lampferding für folgende Orte: Lampferding, Knogl, Schlafthal, Schweizerberg, Dettendorf, Angelsbruck, Karlsried, Bichl, Ried und Viecht (Gemeinde Schalldorf). (mehr...) (int.)


1877
Am 25. Oktober wurde die Schule Lampferding feierlich eröffnet. (mehr...) (int.)

1880
Am Sonntag, den 25. Juli 1880 feierte der Angelsbrucker Müllerssohn Pankraz Huber als neu geweihter Priester in Lampferding seine Primiz. Der hierzu schön geschmückte Altar stand auf dem Grund des Gastwirtes Huber zwischen Schulhaus und dem Schusteranwesen.


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1882
Aufgrund eines Brandes in Dettendorf 1874, der auf einer Votivtafel in der Wallfahrtsbasilika Tuntenhausen dargestellt ist, wurde die Freiwillige Feuerwehr Lampferding (int.) offiziell gegründet.


1883
Im Frühjahr wurde im Wald beim Holzfällen ein Mann aus Bichl durch einen herabfallenden Baumstamm derart auf den Kopf getroffen, daß er nach einigen Tagen starb.

1890
Am 07. Januar 1890 brannte die Schmied-Werkstätte in Dettendorf ab. Entstehungsursache: unbekannt.

1892
• Am 30. Januar fiel ein 11-jähriges Mädchen aus Kronau vom Nachhauseweg von der Schule Ostermünchen bei heftigem Sturm vom Kronauer Steg in das Hochwasser der Attel. Ein 21-jähriger Bauerssohn lief herbei und sprang beherzt in den Fluß, um das Mädchen zu retten. Beide gingen aber in den Wellen unter und ertranken. Sie wurden erst nach mehrtägigem Suchen 50 Meter unterhalb der Unglückstelle gefunden.

• Am 18. August brannte das Beham-Anwesen in Dettendorf bis auf die Umfassungsmauern nieder. Entstehungsursache: unbekannt.

1896
Am 15. November wurde in Lampferding eine Zimmerstutzen-Gesellschaft gegründet. Als Schützenmeister wählte die Gemeinschaft den Müllersohn Franz S. Lang aus Angelsbruck.

1899
Am 15. September wurde die Gemeinde Lampferding mit einen Hochwasser bedeckt, das bei Lampferding einen steinernen Durchfluß zerstörte. Daraufhin baute man ihn mit Zementrohren neu. Die Kosten beliefen sich auf 100 Mark.

Bild zum Vergrößern anklicken!                              © by Sammlung Brumbauer          

Um 1900
Auf dieser Ansichtskarte mit dem Titel "Gruss aus Lampferding" ist die Jahreszahl 1901 vermerkt.
Auf der Karte ist rechts unten das "Wirt"-Gebäude noch vor dem Brand von 1908 (s.u.) zu erkennen.


1902
Ein Haberfeldtreiben fand in der Nacht vom 03. auf den 04. Oktober 1902 zwischen Schweizerberg und Dettendorf statt. Laut einer mündlichen Überlieferung wurde als Lärmquelle eine große Windmühle angefertigt und zum Platz des Treibens mitgebracht. Es dürfte sich hier um das letzte Haberfeldtreiben aus der alten Zeit in Bayern gehandelt haben.
Mehr Informationen finden Sie unter "www.haberer-miesbach.de/" (ext.).

1903
Am 07. Februar brannte das Marter-Anwesen in Schweizerberg bis auf das Wohngebäude nieder. Entstehungsursache: unbekannt.

1905
Im Jahre 1905 wurde der Dachstuhl der Kirche Lampferding bis zum Chor abgenommen und erneuert.

1906
In diesem Jahr war ein Anbau an das Schulhaus an der Nord- und Südseite notwendig geworden.
(mehr...) (int.)

1908

   ©     Bild zum Vergrößern anklicken!

• Dieses Bild zeigt die Lampferdinger Ortsmitte im Jahre 1908. Auf der linken Seite ist ein Maibaum mit weiß-blauer Fahne zu erkennen. Es ist wohl die einzige Darstellung eines Lampferdinger Maibaumes die es gibt. Auf dem unteren Rand steht: "Gast & Tafernwirtschaft von Sebastian Huber. Lampferding". Das Aquarell ist mit "L. Hullagger." (o.ä.) signiert.

• Am 17. November brannte dann genau dieses Wirts-Anwesen ab. In Folge der herrschenden Windstille, wurde das Wohnhaus gerettet. Ebenso konnten die Kegelbahn (rechts vom großen Baum), die bereits brannte, wie auch das Vieh gerettet werden. Anwesend waren die freiwilligen Feuerwehren Lampferding, Ostermünchen, Emmering, Schalldorf und Rott a. Inn. Zuletzt kam auch noch die Feuerwehr Tuntenhausen. Sie blieb in Reserve. Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt.

1910
• Die Brauereien in Oberbayern verlangten ab dem 15. Mai eine Bierpreiserhöhung pro Liter von 2 Pfennigen und beim Nachbier (Scheps) eine Erhöhung um 1 Pfennig pro Liter. Bei einer Versammlung im Lampferdinger Wirtshaus des Sebastian Huber wurde ein Bierstreik beschlossen.

• Am 19. Juni wurde ein Bauerssohn aus Dettendorf im Alter von 6 Jahren von den hochgehenden Wellen der Attel beim Baden zwischen Obermühle und Angelsbruck erfaßt und fortgerissen. Sein Taufpate aus Lampferding fand ihn am darauf folgenden Tag um 8 Uhr morgens tot auf.

• Die Volkszählung vom 01. Dezember 1910 ergab 425 in der Gemeinde Lampferding lebende Personen.

1911
• Am 05. Juni verlieh der Gemeinderat Lampferding Herrn Pfarrer und Dekan Matheiß Müller aus Ostermünchen, aus Anlaß seines 40-jährigen Priesterjubiläums und seines 25-jährigen Pfarrjubiläums, für sein erfolgreiches und unermüdliches Wirken als Priester und Seelsorger in den Ortschaften Kronau und Eisenbartling das Ehrenbürgerrecht.

• Ebenfalls verlieh die Gemeinde Lampferding Herrn Lehrer Ludwig Egenberger aus Lampferding am 23. Juli 1911, aus Anlaß seiner Verehelichung, für seinen großen Fleiß als Lehrer und Gemeindeschreiber die Ehrenbürgerwürde.

• Am 24. Juli zog über die Gemeinde Lampferding nachmittags um 1 Uhr nach 8-tägiger großer Hitze ein Gewitter, welches leider von Hagel begleitet war, hinweg. Besonders schwer getroffen wurden die Fluren der Ortschaften Kronau, Dettendorf, Angelsbruck, Ried und Lampferding. Letztere besonders am Aschbacher Berg.

• Im September des Jahres 1911 wurde durch den Generalsekretär des bayerischen Bauernvereins aus Regensburg ein Spar- und Darlehenskassenverein eGmuH gegründet, dem sofort 35 Mitglieder beitraten. Der Verein hat seinen Sitz in Lampferding und umfaßt die Gemeinde Lampferding. Seit dem Jahr 1912 besaß der Verein auch ein Lagerhaus. Dasselbe wurde von einem Zimmermann aus Kronau erbaut, wobei sämtliche Mitglieder umsonst Fuhr- und Handlangerdienste leisteten. Die Kosten des Baues beliefen sich auf 1.050 Mark.

• Am 24. September 1911 verlieh der Gemeinderat Lampferding noch eine Ehrenbürgerwürde: an Herrn Pfarrer Josef Krauthofer aus Emmering, wegen seiner langjährigen, erfolgreichen Tätigkeit als Pfarrervorstand, Lokalschulinspektor und Vorstand des Armenpflegschaftsrates Lampferding und aus Anlaß der Anschaffung eines neuen Kirchengeläutes für Lampferding.

• Im Oktober 1911 erhielt die Kirche Lampferding 4 neue Glocken. Die größte wog 35 Zentner und alle vier zusammen 65 Zentner. (mehr...) (int.)

1912
• Am 20. Juni wurde Lampferding und seine Umgebung von vielen regenreichen Unwettern heimgesucht. Hierbei erschlug ein Blitz um halb 9 Uhr morgens einen Dienstknecht aus Dettendorf etwa 200 Meter vom Anwesen seines Dienstherrn entfernt.

• Am 09. September fiel ein Mädchen aus Schmidhausen, die in Pflege bei einem Bauern in Dettendorf lebte, in den Hochwasser führenden Dettendorfer Graben und ertrank, ehe Hilfe kommen konnte.

1913
Im Juni des Jahres 1913 wurde durch Kooperator Herzinger ein katholischer Burschenverein, der St. Antonius-Verein, mit dem Sitz in Lampferding gegründet. Ihm traten 11 aktive und viele passive Mitglieder bei. Als Präses wurde Pfarrer Krauthofer aus Emmering aufgestellt. Am Gründungstag war ein feierliches Hochamt, das Präses Füßler aus München abhielt.

1914
• Das erste Telefon in der Gemeinde wurde im März 1914 beim Wirt in Lampferding als öffentliche gemeindliche Telefonstelle von der "Königlichen Oberpostdirektion München" in Betrieb genommen.

• Am Abend des 31. Juli 1914, um 20 Uhr 30, traf ein Telegramm ein, mit der Nachricht, daß sich Deutschland im Krieg befindet.

• Am 11. September schlug um 7 Uhr abends der Blitz in das Still-Anwesen in Schweizerberg. Das Vieh und einiges Mobiliar im Wohnhaus konnten gerettet werden. Das ganze Anwesen brannte bis auf die Grundmauern nieder.

1915
Der Dettendorfer Josef Ametsbichler feierte am 11. Juli 1915 in seinem Heimatort seine erste Heilige Messe.

1916
• Im März 1916 schlich sich in Lampferding die Maul- und Klauenseuche, ein. Zuerst brach diese in einem kleinen Hof mitten im Ort aus. Dieses verseuchte Anwesen blieb 8 Wochen lang Sperrbezirk. Der Ort wurde Beobachtungsgebiet und im Gemeindebezirk Lampferding wurde aller Viehhandel verboten. Als die Maul- u. Klauenseuche dort erloschen war, brach sie in einem anderen Hof aus. Auch dieses Anwesen blieb 8 Wochen lang Sperrbezirk. Während der 8 Wochen war das Durchtreiben oder Durchfahren von Vieh und Schweinen durch die Ortschaft Lampferding verboten.

• Im Anschluß an die Mission in der Pfarrei segnete am 17. April der Provinzial Prechtl vom Orden der Redemptoristen die Missionskreuze in Lampferding und Dettendorf.

1917
• Am 29. Juni, nachts um halb 10 Uhr fuhr während eines heftigen Gewitters der Blitz in das Webergütl in Eisenbartling ein. Bis der Bauer mit seiner Familie aus dem Hause herauskam, brannte dieses schon lichterloh. An eine Rettung des Wohnhauses und der darin befindlichen Gegenstände war nicht zu denken, weil keine Feuermauer vorhanden war. So brannte das ganze Anwesen bis auf die Grundmauern nieder. Die Lampferdinger Spitze war schnell am Brandplatz erschienen, konnte aber wegen Wassermangel wenig benutzt werden. Zum Glück konnte das arg bedrohte Maier-Anwesen noch gerettet werden.

• Am 11. Juli 1917 mußten die 2 kleinsten, vorher noch beim Jahr 1911 genannten Glocken der Lampferdinger Kirche leider auf Befehl zum Einschmelzen für Munition wieder herabgenommen werden. (mehr...) (int.)

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1918
Am 11. November endete endlich der Krieg, der vier Jahre vorher, am 31. Juli 1914 begonnen hatte und den man später den "1. Weltkrieg" nennen wird.
Den Gefallenen, aber auch den glücklich Heimgekehrten aus Lampferding und Umgebung, ist ein Gedenkstein im Eingangsportal zur Kirche gewidmet. Neben den Namen der Soldaten, sind auch die militärischen Einheiten, denen sie angehörten, genannt. Dieses Denkmal segnete Kooperator Josef Altmann am 14. Mai 1922 und besuchte dabei die Gräber der tapferen Helden - begleitet von der Fahne des Veteranenvereins Lampferding.


1919

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Am 13. April 1919 gelang es den Kommunisten, in München die Macht an sich zu reißen. Auch Rosenheim und Kolbermoor waren Zentren der "Kommunistischen Räterepublik Bayern". Gegen diese Entwicklung setzte die bayerische Regierung auch Bürgerwehren ein. Diese so genannten Freikorps bildeten sich in vielen Orten aus kampfbereiten, freiwilligen Männern. Auch in Lampferding gründete sich eine Ortsgruppe.



1920/21
Im Winter brach die Klauenseuche in der Ortschaft Kronau aus. Anschließend wütete sie in Dettendorf, wo mehrere Kühe geschlachtet werden mußten.

1921
• Am 24. April, nachmittags um halb 4 Uhr fiel ein 2-jähriger Bauernbub in Angelsbruck in die Odelgrube des elterlichen Anwesens. Er konnte nur mehr tot geborgen werden.

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• Am 08. Dezember weihte Kooperator Josef Altmann die neu erbaute Lourdeskapelle bei Schweizerberg ein. Errichtet wurde sie von dem Bauern J. Baumann (Still-Anwesen) als Gedächtniskapelle an den Weltkrieg und an das im Jahre 1914 eingetretene Brandunglück (s.o.).


1923
• In diesem Jahr wurde die Attel begradigt und somit ihre weitläufigen Flußarme aus der Landschaft entfernt.

• Im April wurden in die Kirchenorgeln in Lampferding und Dettendorf durch den Orgelbaumeister Bittner aus München die im Krieg abgelieferten Prospektpfeifen neu eingebaut und zugleich die Orgeln gründlich renoviert. Für Lampferding belief sich die Rechnung auf 600.000 Mark und für Dettendorf auf 320.000 Mark. Diese Summen wurden an die beiden Filialkirchengemeinden Lampferding und Dettendorf gestiftet.

• Im Jahr 1923 wurde das Dach des Presbyteriums der Lampferdinger Kirche erneuert und der schadhafte Dachstuhl ausgebessert. Es wurden statt der Blecheindeckung Biberschwänze verwendet.

1924
• Am 11. März erhielt die Gemeinde eine neue Feuerwehrspritze von der Firma Magirus aus München für den Preis von 1.850 Mark geliefert. Es war eine Saug- und Druckspritze. Unter Anwesenheit des Bezirksvertreters Baptist Stangl aus Öxing und des Vertreters der Firma Magirus, Herrn Beitling, wurde die Spritze bei der Feuerwehrübung in Kronau ausprobiert und als vollständig entsprechend befunden. An diesem Tag war auch Inspektion der Feuerwehr.

• Im Mai wurde das Dach des Kirchturmes auf der Südseite neu eingedeckt und statt des alten Blechdaches mit Biberschwänzen erneuert. Den Bau hatte Wolfgang Osterloher, Lackner in Lampferding, übernommen.

• Am 27. November wurde in Dettendorf die neue große Glocke, 6 Zentner schwer mit dem Ton h, aufgezogen. Sie wurde von der Glockengießerei Bachmeier in Erding ausgeführt. Die Anschaffungskosten brachte die Filialgemeinde Dettendorf aus freiwilligen Beiträgen zusammen. Für das Zustandekommen waren besonders die Kooperatoren Josef Altmann und Stefan Wachinger, beide aus Emmering, und der Kirchenpfleger Bartholomäus Fischer aus Viecht sehr bemüht.

1925
• Am Ostermontag, den 13. April 1925 fand in Lampferding das seltene Fest der Fahnensegnung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Die neue Fahne (int.), hergestellt von der Firma Auer in München für 570 Mark, wurde in der Kirche von Kooperator Wachinger aus Emmering gesegnet. Als Fahnenjungfrau war Johanna Westner aus Schweizerberg tätig. Die weltliche Feier fand im Gasthof Huber statt.

• Am 10. Juni 1925 wurde eine dritte, von der Glockengießerei Bachmaier in Erding hergestellte neue h-Glocke in Lampferding aufgezogen. Sie hatte ungefähr ein Gewicht von 6 Zentner. (mehr...) (int.)

1926

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In diesem Jahr erfüllte sich ein großer Wunsch der Lampferdinger und des Emmeringer Pfarrers. Ein Expositurhaus (int.) wurde gebaut und Lampferding wurde exponierte Kooperatur. Am 24. Oktober wurde feierlich der Einzug des 1. Herrn Expositus Stefan Wachinger aus Emmering ins neu erbaute Pfarrhaus in Lampferding begangen. Auch Pfarrer Braunmüller aus Emmering war dabei anwesend. Das Haus wurde um Josefi 1926 zu bauen begonnen.



1929
Im September 1929 wurde vom Darlehenskassenverein Lampferding eine elektrische Saatreinigungsanlage mit Trockenbeizanlage für 3.000 Mark am Lagerhaus errichtet.

1930
• Am 23. April 1930, mittags viertel nach 12 Uhr brannte das Karl-Anwesen von Eisenbartling ab. Durch den starken Nordwind war das Maier-Anwesen in großer Gefahr. Plötzlich drehte sich der Wind von Osten her und war so stark, daß das Wohnhaus, welches bereits brannte gerettet wurde. Die Gefahr war nun beim Huber-Anwesen, wo bereits der Stadel und die anliegende Schupfe gelöscht werden mußten. Die Rettung der beiden gefährdeten Anwesen war durch gutes Zusammenwirken der Feuerwehren Lampferding-Kronau sowie Ostermünchen bewerkstelligt worden, sowie insbesondere durch die im Vorjahr neu erbaute Wasserreserve, in der genügend Wasser vorhanden war. Es war Brandstiftung.

• Im Jahre 1930 wurde die Freiwillige Feuerwehr uniformiert. Es wurden von Schneidermeister August Haltmeier 20 Röcke an Schergen und Steiger, Hornisten, Fähnrich und Sanitäter angefertigt. Stückpreis: 23,50 Mark. Die Kosten wurden aus der Gemeindekasse bestritten.

1932
Durch heftigen Sturm wurde am 16. November die südliche Seite des Kirchendaches stark beschädigt. Fast sämtliche Firstziegel sind herausgerissen worden und so nahm die Reparatur eine ganze Woche in Anspruch.

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1933
Der Lampferdinger Landwirtssohn Johannes Englhauser feierte am 30. Juli 1933 seine Primiz. Anläßlich dieses großen Festes und zu Ehren des jungen Priesters aus unserem Dorf, wurde ein Primizstadel mit Altar und überall im Ort Primizbögen errichtet.



 Sehen Sie hier die Fotos zur Primizfeier von Johannes Englhauser 
(*.html-Dokument 1 MB) (int.):


1936
• Am 17. Juli ging über die Gemeinde Lampferding um 9 Uhr abends ein Hagelunwetter nieder, das besonders am Aschbacher Berg, in Angelsbruck und Eisenbartling ziemlichen Schaden zufügte. Kronau wurde dabei nicht mehr und Dettendorf nur mehr wenig betroffenen.

• Am 27. Juli um halb 7 Uhr ging abermals ein Hagelunwetter nieder, das besonders Kronau, Lampferding bis zum Expositur Haus und Dettendorf und Angelsbruck verhagelte.

1938

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In der Gemeinde Lampferding gründete man ein Reichs-Arbeitsdienst-Lager. Es wurde östlich von Dettendorf am Waldrand gebaut und faßte ca. 200 Mann (siehe auch bei "1947").
Auch in der Nachbargemeinde Schalldorf errichtete man bei Wagenreith ein RAD-Lager.


Einen ausführlichen Bericht eines Dettendorfer RAD-Angehörigen aus Fürstenfeldbruck finden Sie unter:
historischer.verein.ffb.org (ext.).


1939

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• Laut einer Volkszählung vom 15. Mai 1939 leben in der Gemeinde Lampferding 702 Personen.

• Am 01. September brach der 2. Weltkrieg aus.

• Die Lampferdinger und Dettendorfer Buben spielten während des Krieges mit selbstgebauten "Kanonen" und Kriegsflaggen. Unter den Dörfern herrschte zeitweise große Rivalität und es gab sogar "Verwundete".



1942
Am 12. Juni 1942, nachmittags 15 Uhr ging über die Gemeinde Lampferding von Südwest nach Nordost ein sehr schweres Hagelunwetter nieder. Dabei wurde die ganze Gemeindeflur zu 100 Prozent verhagelt. Die Hagelkörner sind bis zu einer Größe von Taubeneiern 13 Minuten lang gefallen. Es hat beim Wirt in Lampferding und beim Schmied in Dettendorf fast sämtliche Fenster eingeschlagen. Von diesem Unwetter wurden die Gemeinden Tuntenhausen, Tattenhausen, Rott a. Inn, Griesstätt und weitere schwer getroffen.

1943
Wie auch bei den meisten anderen Orten in Deutschland, mußte auch die hiesige Kirchengemeinde ihre Glocken zum größten Teil für die Rüstungsproduktion des 2. Weltkrieges abgeben.

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1944
An einem Herbsttag 1944 fand über dem Rotter Forst ein Luftkampf zwischen einem Deutschen Kampfflugzeug und einem Amerikanischen "Lightning"-Abfangjäger statt. Schließlich stürzte die deutsche Maschine, die aus Berlin-Tempelhof stammte, ab. Der Pilot, Feldwebel Georg Repel, kam dabei ums Leben.
An den 26-jährigen erinnert heute ein Gedenkkreuz an der Absturzstelle, das sog. "Fliegerkreuz". Es steht im Rotter Forst etwa 50 Meter westlich der Kreuzung "Max-Linie" / "Nagelbrecher-Linie".

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1945
• In den Kriegsjahren 1943 - 1945 mußte auch die Gemeinde Lampferding viele Kriegsflüchtlinge und Heimatvertriebene aufnehmen. Sie wurden in den privaten Räumen der Bevölkerung untergebracht. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich dadurch nahezu.
Am 02./03. Mai 1945 kamen die Amerikaner als Befreiungsmacht in den Ort.
Der 2. Weltkrieg endete in Europa am 08. Mai 1945 durch eine bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Es waren über 5 Mio. deutsche Opfer zu beklagen.
Die Namen der gefallenen und vermissten Soldaten des 2. Weltkrieges aus der Gemeinde Lampferding (außer Eisenbartling und Eggarten), kann man an den Tafeln des Kriegerdenkmales im Friedhof ablesen (Bild rechts).

• Rund 7 Kilometer nordwestlich von Lampferding ereignete sich am Abend des 16. Juli 1945 ein schweres Zugunglück auf der Strecke Rosenheim - München bei Aßling. (mehr...) (ext.)

• Kurz nach Kriegsende forderte die Diözese alle Seelsorgestellen auf, einen Bericht über die Kriegsereignisse und den Einmarsch der Amerikaner zu verfassen und an das Ordinariat zu schicken.

 Lesen Sie hier den Bericht von Kooperator Georg Englbrecht 
(*.html-Dokument 4 kB) (int.):


1946
Lampferding wurde im Jahre 1946 zur Expositur erhoben und Kronau, mit seiner Filialkirche St. Peter und Paul, von Ostermünchen weg hierher umgepfarrt.

1947
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• Zur Aufheiterung aller, veranstalteten die Lampferdinger zwei Jahre nach Kriegsende eine große Faschingshochzeit. Sie fand beim Wirt statt und hatte über 500 Gäste aus nah und fern. Die Braut stellte Bartholomäus Fischer (Viecht) dar und den Bräutigam Sebastian Brummer (Karlsried).

• Das RAD-Lager Dettendorf, das die Abteilung 4/303 bildete, wurde von der einheimischen Bevölkerung über Nacht abgerissen.


 Lesen Sie hier einen Zeitungsbericht über das RAD-Lager 
(*.html-Dokument 513 kB) (int.):



1949
Am 01. Oktober 1949 wurde die Gemeinde Lampferding aus dem Bereich des Landpolizeipostens Ostermünchen ausgegliedert und dem Landpolizeiposten Aßling zugeordnet.

1950
• Am 18. Februar 1950, anläßlich seines 80. Geburtstages, ernannte die Gemeinde Lampferding ihren Altbürgermeister Sebastian Bodmeyer ("Kirmervater") aufgrund seiner vielfältigen Verdienste um die Gemeinde zum Ehrenbürger. (mehr...) (int.)

• In den Nachkriegsjahren wurden wieder, unter großer finanzieller Anstrengung, neue Glocken beschafft. Auch in Lampferding gab es im April 1950 eine Glockenweihe. Zwei Bronzeglocken wurden in Erding gegossen und durch Pfarrer Englbrecht der kirchlichen Weihe unterzogen. (mehr...) (int.)

• Ab den 1950er-Jahren ging man daran, das Flüsschen Attel und seine Nebenbäche zu vertiefen. Hiermit sollte die Fließgeschwindigkeit erhöht werden, um die immer wieder vorkommenden Überschwemmungen des landwirtschaftlichen Grundes zu verhindern. Eine Begradigung der Attel war bereits 1923 erfolgt.
Die "Attelregulierungsgenossenschaft" war Trägerin der Arbeiten. Die Leitung hatte das Wasserwirtschaftsamt München. Da es noch nicht so viele Bagger gab, war viel Handarbeit von Nöten. Diese konnte als "Notstandsarbeit" im Rahmen der Arbeitslosenfürsorge ausgeführt werden.
Langfristig war geplant, die Felder entlang der Attel als großes "Saatkartoffel-Anbaugebiet" zu nutzen.

1953
• In der "Passauer Neuen Presse" vom 13. Januar 1953 war ein nicht rühmlicher Bericht über die Lampferdinger Jägerschaft zu lesen:
"Neunundzwanzig Waidmänner rückten in der Gemeinde Lampferding, Kreis Wasserburg, zu einer groß angelegten gemeindlichen Treibjagd aus. Sie hatten zur Vorsorge einen Lastkraftwagen zum Abtransport des Wildes bereitgestellt. Nach des Tages Müh fanden sie sich beim Wirt in Kronau ein, wo sie ihre Beute zählten: einen Hasen."

• Um 1953 baute die Gemeinde ein Stauwehr an die kleine Brücke des Dorfbaches, die das "Hofner-Anwesen" mit dem Oberdorf verbindet. Dieses Wehr konnte im Brandfall heruntergelassen werden und staute so das Wasser des Baches auf, um als Löschwasser zu dienen.
Das Wehr ist noch vorhanden, aber unbenutzbar.

1954
Im Jahr 1954 sorgte eine Gerichtsverhandlung in Wasserburg für Aufsehen. Wegen "schweren Aufruhrs" wurden einige Lampferdinger Wallfahrer angeklagt, nachdem es bei der Heimkehr von Feldkirchen im vorhergehenden Jahr zu einem Streit mit dem örtlichen Polizeichef in Rott gekommen war.


 Lesen Sie hier den Zeitungsbericht über diesen Prozess 
(*.html-Dokument 12 kB) (int.):



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1957
Während der sog. Arrondierung (Flurbereinigung), die um das Jahr 1957 durchgeführt wurde, entstanden einige Luftaufnahmen vom Lampferdinger Dorfgebiet. Auf der rechten Aufnahme sind u.a. die Kirche und das Schulhaus im Vordergrund zu sehen. Auf der Anhöhe im Hintergrund, dort wo sich jetzt die ehem. Raketenstellung befindet, stand damals ein hölzerner Vermessungsturm.


1958
Am 15. Mai 1958 fand in Lampferding der Kreis-Feuerwehr-Tag des Landkreises Ebersberg statt.

1960/61
In diesen Jahren baute die Gemeinde Lampferding die Straße in Richtung Rott aus und ließ die erste Teerdecke aufbringen. Danach wurde sie zur Kreisstraße aufgestuft.

1972
Nach dem plötzlichen Tod des ersten Lampferdinger Kuraten Martin Kellerer am 06. August, kam sein Nachfolger am 01. November nach Lampferding. Es war Kurat Manfred Schmidt aus München.

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1974
Endlich erfolgte im Sommer die Außenrenovierung der Kirche. Dabei entdeckte man auf der Südseite des Langhauses eine aufgemalte Sonnenuhr aus der Spätgotik, also aus der Erbauungszeit der Kirche.


1976/77
Die große Weltpolitik hielt Einzug in die kleine Gemeinde Lampferding. Auf dem sog. Aschbachberg, 120 Meter vom Lampferdinger Pfarrhaus entfernt, wurden gut 10 Hektar Wiesen- und Ackerflächen für eine Raketenabwehrbasis (int.) der NATO enteignet.

1978
Das Ende der selbständigen Gemeinde Lampferding im Landkreis Ebersberg brachte die Gebietsreform 1978. Die etwa 410 Einwohner zählende Gemeinde wurde aufgelöst und auseinandergeteilt: das nördliche Kronau, Angelsbruck und Ried kamen nach Emmering (Lkr. Ebersberg) und das restliche, südliche Gebiet wurde Tuntenhausen (ext.) (Lkr. Rosenheim) zugesprochen. (mehr...) (int.)

Um 1980
Aus einer Stammtischgaudi der Feuerwehrburschen wurde ernst: sie veranstalteten das erste Sautrogrennen auf der Attel.

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1980/81
Die Reformen in Bayern kommen in Lampferding noch einmal deutlich zum Ausdruck: Die Schule (Bild rechts), eine sog. Zwergschule, wird aufgelöst und das Gebäude verkauft. Die Schüler besuchen nun die Volksschule in Ostermünchen. (mehr...) (int.)


1981
Am 10. Februar 1981 brach auf dem Kronauer "Kerndl"-Anwesen ein Brand aus. Die umliegenden Feuerwehren waren schnell vor Ort, konnten aber nicht verhindern, daß das Feuer auf den Nachbarhof des "Öckl" übergreifen konnte. Beide landwirtschaftlichen Anwesen, die mitten im Dorf neben der Kirche liegen, brannten bis auf die Wohnhäuser nieder. Die genaue Brandursache konnte nie genau geklärt werden.

1982
Als 1982 einige Rüstungsgegner glaubten, in der Lampferdinger Raketenstellung werden Langstreckenraketen stationiert, organisierten sie eine Demonstration dagegen. (mehr...) (int.)

1983
Die FFW Lampferding feierte mit einem 5-tägigen großen Fest ihr 100. Gründungsjubiläum. Die neue Vereinsfahne und das neue Feuerwehrhaus, das mit sehr viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder entstand, wurden eingeweiht. Ein Jahr später folgte ein neues Einsatzfahrzeug. (mehr...) (int.)

1986
Der letzte Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Lampferding und Bundesverdienstkreuzträger, Quirin Zehetmaier aus Kronau, starb am 15. Juli 1986 im Alter von 79 Jahren.


 Lesen Sie hier den Zeitungsbericht über die Beerdigung von Quirin Zehetmaier 
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1987
Am Abend des 25. Juli 1987 drang der Münchner Gerhard Sperling unbemerkt in die Lampferdinger Raketenstellung ein.
Die Illustrierte QUICK machte diesen Hausfriedensbruch zu ihrem "Thema der Woche". (mehr...) (int.)

1988
Sein 25-jähriges Priesterjubiläum beging Pfarrer Manfred Schmidt in diesem Jahr mit einem Festgottesdienst und einer großen Feier beim Wirt.

1989
Im Juli erhitzte sich der Heustock des Dullinger-Bauern im nahen Karlsried bis auf gefährliche 130° C. Es bestand höchste Brandgefahr für das ganze Anwesen. Daraufhin rückten nach der Alarmierung 8 Feuerwehren aus der Umgebung an, um den Heustock abzukühlen und einen Brand zu verhindern. Das gelang den etwa 100 Feuerwehrmännern nach stundenlanger Arbeit dann auch glücklicherweise.

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1990
In der Nacht des Aschermittwochs, also vom 28. Februar auf den 01. März 1990, fegte ein verheerender Sturm über ganz Süddeutschland. Er richtete schwere Schäden an vielen Gebäuden und vor allem in den Wäldern an. Auch unsere Gegend wurde von "Wibke" leider nicht verschont.


1991
Am 26. Mai 1991 feierten die Gegner der geplanten Bundesstraße "B 15 neu" einen Protest-Gottesdienst gegen diese neue Straße, die mitten durch die Ortsfluren des benachbarten Dettendorf und Bichl führen soll. An der Feldmesse in Bichl nahmen ca. 400 Personen teil.

1998
• In diesem Jahr wurde das Pfarrhaus außen renoviert und das letzte Teilstück der neuen Friedhofsmauer fertig gestellt.

• Lampferding erscheint als erster Ort der Gemeinde Tuntenhausen am 02. November mit einer eigenen Homepage im Internet.


 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 1998 sind unter diesem Link zu finden 
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1999
Am 11. August fand in Süddeutschland eine totale Sonnenfinsternis statt. Bei diesem Jahrhundertereignis lag unsere Gegend glücklicherweise im interessantesten Bereich, im ca. 110 km breiten Streifen des Kernschattens des Mondes. Während in den umliegenden Orten zum Höhepunkt der Totalität meist dicke Wolken das seltene Himmelsschauspiel verhüllten, war in Lampferding die Wolkendecke nur dünn und die sog. Korona um 12.37 Uhr mit freiem Auge wunderbar zu beobachten.
Das rechte Foto zeigt die Sonne kurz vor der sog. Totalität. Die herannahende Dunkelheit in unserem Landstrich ist bereits zu erahnen.


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Diese Aufnahme zeigt die Sonne kurz nach der Totalität. Hier sind auch noch die Dunkelheit, die zu diesem Zeitpunkt herrschte, und die Korona noch sehr schön zu erkennen.
Die nächste Sonnenfinsternis die in unserer Gegend beobachtet werden kann, findet am 03. September 2081 statt.



 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 1999 sind unter diesem Link zu finden 
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2000
Eine neue Kapelle in der Kuratie Lampferding! Auf ihrem Hof in Viecht bei Dettendorf erbaute die Familie Fischer eine neue Hof-Kapelle. Das kleine Gotteshaus, das auch ein Türmchen mit Glocke trägt, wurde am 25. Juni von Pfarrer Schmidt und Pfarrer Ederer feierlich eingeweiht.




 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2000 sind unter diesem Link zu finden 
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2001
• Am 29. Januar wurde durch die Bundesregierung bekannt gegeben, daß die Bad Aiblinger Mangfall-Kaserne im Jahr 2004 geschlossen wird. (mehr...) (int.)

• Die Deutsche Telekom gab Anfang März bekannt, daß sie beabsichtigt, in Lampferding den Empfang ihrer Handyteilnehmer zu verbessern. Hierzu sollten Vorschläge aus der Bevölkerung für einen geeigneten Standort einer Antennenanlage gemacht werden. Dieses, grundsätzlich begrüßenswerte Verhalten eines Mobilfunknetzbetreibers verhindert aber nicht, daß Verunsicherung und Ärger bei den Lampferdingern aufkommt. Als ein möglicher Platz für eine Mobilfunkantenne war auch die ehem. Raketenstellung im Gespräch.


 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2001 sind unter diesem Link zu finden 
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2002
• Die Raiffeisenbank Glonn-Aßling-Steinhöring eG hat am Freitag, den 12. April 2002 ihre Lampferdinger Geschäftsstelle geschlossen.
Diese Schließung wurde auf der letzten Mitgliederversammlung in Lampferding von der Vorstandschaft bekannt gegeben. Nur ca. 4 Wochen vorher wurde diese Tatsache auch in einem Rundschreiben an die Kunden bestätigt, wobei darin nicht von einer "Schließung" oder "Auflösung" o.ä. die Rede ist, sondern die Kunden nur an die mittlerweile ausgebaute Geschäftsstelle im 5 km entfernten Emmering verwiesen werden.
Nachdem alle Vertreter der anderen Zweigstellen bei einer Abstimmung gegen den Erhalt der Lampferdinger Bank stimmten, war dieser Entschluß unausweichlich. Begründet wurde diese ersatzlose Auflösung (kein Geldautomat usw.) der eigentlich gewinnbringenden Lampferdinger Bank mit der Tatsache, daß am hiesigen Standort keine kundengerechte Beratung möglich sei, da die Geschäftsstelle nur halbtags besetzt ist.

• Nachdem Anfang letzten Jahres bekannt wurde, daß die Raketenstellung und somit auch die Aiblinger Kaserne aufgegeben werden sollen, wurde bereits in diesem Jahr das HAWK-Waffensystem abgezogen. (mehr...) (int.)

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• Bei ihren Bohrungen im Rotter Forst hat der RWE Dea-Konzern nach zweimonatigem ununterbrochenem Bohrbetrieb nicht wie erhofft Erdgas oder Erdöl gefunden, sondern "nur" Wasser. Die Bohrung ging bis zu einer Tiefe von etwa 3000 m. Das Bohrgelände soll im Frühjahr 2003 rekultiviert werden.



• Laut einer Mitteilung der Telekom ergab die Umfrage, daß die Lampferdinger Einwohner keinen Handyfunkmasten wollen. Aus diesem Grund gibt das Unternehmen seine Pläne vorerst auf, in unserem Ort einen neuen Mobilfunkmast aufzustellen.

• Am 01. November 1972, also vor genau 30 Jahren erhielt die Kuratie Lampferding einen neuen Seelsorger. Es war Manfred Schmidt, aus München, der das Amt seines plötzlich verstorbenen Vorgängers Martin Kellerer übernahm. Dieses Jubiläum nahm die Pfarrgemeinde zum Anlaß, ihm beim Sonntagsgottesdienst am 03. November in Kronau dankende Worte auszusprechen, an seine Verdienste in Lampferding, Dettendorf und Kronau während der letzten 30 Jahre zu erinnern und ihm ein Geldgeschenk zu überreichen. Pfarrer Schmidt, der auch den Titel "Geistlicher Rat" trägt bedankte sich ebenfalls und stellte in Aussicht, solange er lebe, in Lampferding zu bleiben.


 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2002 sind unter diesem Link zu finden 
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2003
• Sein 40-jähriges Priesterjubiläum feierte im Juni/Juli Geistlicher Rat, Pfarrer Manfred Schmidt, Kurat von Lampferding. Dieses runde Jubiläum wurde mit einem Festgottesdienst und mit Feiern im Feuerwehrhaus und beim Wirt begangen.

• Seit Anfang August befindet sich auf dem Dach der neuen Maschinenhalle des Schusterbauern in Lampferding eine Fotovoltaikanlage. Das "kleine Sonnenkraftwerk" speist seinen Wechselstrom über ein Erdkabel direkt in das örtliche Stromnetz ein. Mit einer Gesamtfläche von 240 qm und einer maximalen Leistung von 31,5 kW ist sie somit die zurzeit größte Solaranlage in der Gemeinde Tuntenhausen.
Mehr Informationen finden Sie unter "www.rosolar.de/" (ext.).


 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2003 sind unter diesem Link zu finden 
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2004
• Eine kleine Sensation für unseren Ort: Die Bayernrundfahrt der Radprofis ist in diesem Jahr in unserer Gegend und führt durch Lampferding. Fast 100 Radprofis starteten am Samstag, den 22. Mai um 10 Uhr 45 ihre fünfte Etappe in Bad Aibling und fuhren über Tuntenhausen, Lampferding, Rott am Inn und Wasserburg nach Pfarrkirchen. Unter den bekannten Fahrern waren auch Erik Zabel, Michael Rich und Jens Voigt.
Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie sich das die Beteiligten gewünscht hatten, denn es regnete fast den ganzen Tag.
Mehr Informationen zur Tour finden Sie unter "www.bayern-rundfahrt.com/" (ext.).

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Die fast 100 Verfolger der abgesetzten Spitzenfahrer bei der 25. Bayernrundfahrt der Radprofis

• Schneller als erwartet kam 2004 die Abwasser-Kanalisation in Lampferding. Außerdem wurden auch noch Dettendorf, Eisenbartling und Eggarten an das gemeindliche Abwassernetz angeschlossen.
Hierbei wurden die Abwässer in den einzelnen Orten im sog. Freispiegelsystem, d.h. im natürlichen Gefälle, gesammelt. Da es unsere hügelige Landschaft aber nicht erlaubt, alle Leitungen bis zum Endpunkt im Gefälle zu verlegen, sind einige Pumpstationen mit Druckleitungen notwendig.
Erst werden die Dettendorfer Abwässer nach Lampferding gepumpt, um dann mit dessen Schmutzwasser über den Aschbachberg befördert zu werden. Dort fließen dann noch die Hausabwässer von Eisenbartling und Eggarten zu. Zu guter Letzt wird das gesamte Abwasser nach Ostermünchen (Kronauer Straße) gepumpt, wo es dann der gemeindlichen Kläranlage bei Weiching zufließt. In Lampferding und in Eggarten wurde jeweils noch eine weitere Pumpstation gebaut, um gegebene Höhenunterschiede überwinden zu können und um soweit wie möglich den Kanal im öffentlichen Straßengrund verlegen zu können. Bei der gesamten aufwändigen Kanal- und Pumpenanlage der verschiedenen Ortschaften (vier gemeindliche Pumpstationen!) gibt es aber immer noch ein Haus in Lampferding, das eine private Abwasserpumpe bzw. Hebeanlage braucht.
Bei der Kostenberechnung der Kanalisation waren aber auch noch zwei Alternativvorschläge einer Interessengemeinschaft berücksichtigt worden: eigene Pflanzenkläranlagen für jeden Ort oder Kleinkläranlagen für ein oder auch mehrere Anwesen gemeinsam. Der Gemeinderat entschied sich aber, aus verschiedenen Gründen, für den eigenen Lösungsvorschlag: die herkömmliche Kanalisation mit der Ableitung nach Weiching.
Die gemeindlichen Bauarbeiten wurden Ende November abgeschlossen.

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• Das Jahr 2004 war auch für die Lampferdinger Kirche von großer Bedeutung: die Außenfassade wurde renoviert. Das war nötig geworden, da der Hagelsturm vom August 2003 auch in der Lampferdinger Gegend gewütet hat und die Kirchenmauern und –fenster beschädigt hatte.
Von einer Spezialfirma wurden die abgeplatzten Farbschichten abgebürstet, eine Grundierung aufgetragen und schließlich die Wände neu gestrichen. Die Farbgebung mußte der bisherigen entsprechen, da die Apsis aus Kostengründen nicht behandelt werden konnte. Die kirchliche Gebäudeversicherung übernahm nur die Renovierungskosten die auf der Süd- und auf der Westseite der Kirche angefallen waren, da der Sturm aus dieser Richtung gekommen ist. Die Kosten für die Nordwand des Langhauses, sowie für die Nord- und die Ostseite des Turmes trägt die Lampferdinger Kirchengemeinde selbst.
Die letzte Außenrenovierung erfolgte vor genau 30 Jahren. Damals, im Sommer 1974, waren die Wände in einem sehr schlechten Zustand. Es war kaum noch Farbe zu erkennen. Auf der Südseite aber entdeckte man damals eine aufgemalte Sonnenuhr unter den alten Schichten und legte sie frei. Im Zuge der jetzigen Renovierungsmaßnahmen wurde auch diese kleine Besonderheit aus der Spätgotik an der Lampferdinger Pfarrkirche durch eine erfahrene Restauratorin aufgefrischt und gesichert. Außerdem erhielt sie einen Schattenstab, der bisher leider fehlte.
Auch das Turmdach ist durch die Witterungseinflüsse der letzten Jahrzehnte beschädigt worden und konnte jetzt repariert werden. Die beiden Windfähnchen mit ihren Kugeln waren zu Restaurierung abgenommen worden und erstrahlen jetzt in neuem goldenem Glanz auf den Firstenden des Satteldachturmes. Ebenso wurden die Zeiger der beiden Zifferblätter neu vergoldet.
Die Renovierungsarbeiten konnten im Herbst 2005 abgeschlossen werden.


 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2004 sind unter diesem Link zu finden 
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2005
• Anlässlich seines 70. Geburtstages hielt der Lampferdinger Pfarrer Manfred Schmidt Anfang April einen Fest- und Dankgottesdienst ab. Zu diesem Anlass studierte der Kirchenchor die Mozartmesse "Missa brevis in G" ein und wurde dazu von der Baumgartner Geigenmusi aus Berg tatkräftig unterstützt.
Pfarrer Schmidt ist schon fast 42 Jahre im Priesteramt und über 32 Jahre in der Kuratie Lampferding tätig.
Zum Schluss des festlichen Amtes gratulierten Pfarrer Schmidt die Vertreter der Kirchenräte aus Lampferding, Dettendorf und Kronau sowie des Pfarrgemeinderates. Ebenso empfing der Geistliche Rat die Glückwünsche des dritten Bürgermeisters von Tuntenhausen, sowie des Bürgermeisters von Emmering.

• Ihr Kirchenpatrozinium und ihr elftes Pfarrfest feierte die Kuratiegemeinde Lampferding am Feiertag Maria Himmelfahrt. Gleichzeitig wurde auch der ehemalige Leiter und Dirigent des Kirchenchores, Andreas Krichbaumer sen. für sein 30-jähriges Wirken in diesen Ämtern, geehrt. Der "Still-Anderl" aus Schweizerberg gab nämlich vor einigen Wochen seinen Dirigentenstab auf eigenen Wunsch hin ab. Sein Nachfolger wurde Pankraz Moosbauer sen. aus Bichl.
Krichbaumer gehört bereits seit 1959 dem Lampferdinger Kirchenchor an und sang vorher schon 15 Jahre lang in seiner Heimatkirche in Hilperting von der Empore.


 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2005 sind unter diesem Link zu finden 
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2006
• Nach den wolkenbruchartigen Regenfällen am Abend des 22. Juni 2006, waren in Lampferding und der weiteren Umgebung zahlreiche Straßen und Keller überflutet worden. Innerhalb kurzer Zeit stand das Wasser teilweise einen halben Meter hoch in den Zufahrten und in den Gärten, denn die Regenwasserleitungen und Bäche konnten die Fluten nicht ableiten. Es waren ca. 30 Feuerwehren aus den Landkreisen Rosenheim und Ebersberg im Dauereinsatz, um Straßen abzusperren und vollgelaufene Keller auszupumpen.

• Die Kuratie Lampferding wurde am 01. September 2006 an den schon bestehenden und benachbarten Pfarrverband Tuntenhausen-Schönau (ext.) angeschlossen.


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• Nach nur vier Monaten Bauzeit war eines der größten Baumaßnahmen der Lampferdinger Geschichte abgeschlossen: der Gehsteig- und Straßenausbau für die Durchgangsstraße. Zu diesem Zweck mußte das "Reisererhaus" weichen. Es wurden Leitungen neu verlegt und eine große Stützmauer mit Holzgeländer errichtet.
Landrat Dr. Max Gimple und Bürgermeister Otto Lederer gaben die neue Straße am 04. Oktober 2006 frei.


 Lesen Sie hier den Bericht über den Straßenbau 
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• Ende August 2005 begannen die Bauarbeiten am Lampferdinger Feuerwehrhaus zur Erweiterung um einen Lagerraum und um eine Toilette. Außerdem wurde der bestehende Aufenthaltsraum im Erdgeschoß vergrößert und ein Quergiebel im Dachgeschoß eingebaut.
Nach einem Jahr Arbeit und über 2500 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden konnte am Ende des Jahres der An- und Umbau des Lampferdinger Feuerwehrhauses abgeschlossen werden. Zur Segnung durch Pfarrer Schmidt und zur Einweihungsfeier trafen sich alle Beteiligten im Gerätehaus.


 Lesen Sie hier den Bericht über die Erweiterung des Feuerwehrhauses 
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 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2006 sind unter diesem Link zu finden 
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2007
• Die Nachricht überraschte alle: Ein Investor plante einen "Afrika-Park" auf der ehem. Lampferdinger Raketenstellung. Das Vorhaben ging groß durch die Presse. Aber eine andere Organisation meldete sich auch und machte den Vorschlag, sein eigenes Übungszentrum hier errichten zu wollen: das "Medizinische Katastrophen-Hilfswerk Deutschland e.V.", kurz MHW (ext.).
Der Tuntenhausener Gemeinderat entschied sich schließlich gegen den Afrika-Park und für das MHW.

 Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema 
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Im Alter von 72 Jahren verstarb am 04. Juli 2007 nach längerer schwerer Krankheit der Lampferdinger Pfarrer, Geistlicher Rat Manfred Schmidt. Pfarrer Schmidt war 44 Jahre im Priesteramt und über 34 Jahre in der Kuratie Lampferding, mit Dettendorf und Kronau, tätig.
Zur Trauerfeier in der Lampferdinger Kirche Mariä Himmelfahrt mit anschließendem Kirchenzug und Beerdigung kam auch Weihbischof Engelbert Siebler. Er ist Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München unseres Erzbistums und Dompropst in München und hielt das Requiem ab. Ebenso reiste Domdekan Prälat Dr. Lorenz Wolf (Gerichtsvikar und Offizial) zur Trauerfeier an. Außerdem kamen zum Totenamt Prälat Peter Neuhauser, der Kommissarische Dekan des Dekanats Bad Aibling, Robert Eisenreich sowie viele Geistliche aus den Nachbarpfarreien und vom Weihekurs von Pfarrer Schmidt.

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Pfarrer Manfred Schmidt starb
72-jährig am 04. Juli 2007.
      
Weihbischof Siebler zog mit Pfarrer Roy
und Prälat Wolf in die Kirche ein.

 Lesen Sie hier den Bericht über das Requiem und die Beerdigung von Pfarrer Schmidt 
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Die Feuerwehr Lampferding feierte ihr 125. Gründungsjubiläum fünf Tage lang, denn vor 125 Jahren, also 1882, gründete sich in Lampferding eine eigene Feuerwehr. Vom 04. bis 06. August 2007 wurde dieses Ereignis gefeiert. Dazu stellte der Verein ein großes Festzelt auf. Hier gab es am Abend des 04. August ein Großereignis für unser Dorf: Das Live-Konzert der österreichischen Rock- und Popband "Erste Allgemeine Verunsicherung" (EAV) mit 2000 Besuchern im Festzelt.

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Beim Feldgottesdienst
am Festsonntag.
      
Klaus Eberhartinger von
der EAV im Einsatz.


 Sehen Sie hier Berichte, Fotos und Fotoserien vom 125-jährigen Gründungsfest 
(*.html-Dokument 664 kB) (int.):





 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2007 sind unter diesem Link zu finden 
(*.html-Dokument 13 kB) (int.):




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2008
• In Karlsried bei Lampferding schlug an einem Junimorgen kurz vor fünf Uhr ein heftiger Blitz in einen großen alten Kirschbaum im Obstgarten vor dem Dullinger-Anwesen ein. Nur etwa 20 m vom Wohnhaus entfernt. Der Einschlag war so heftig, daß der Baum regelrecht explodierte und selbst große Holzsplitter weit umherflogen. Durch die hohe elektrische Spannung dieses Naturphänomens gingen im Haus und in der benachbarten Werkstatt auch einige elektrische Geräte, wie Telefonanlage und Fernseher, kaputt.



• Am Abend des 22. August zog plötzlich und unerwartet ein starker Sturm mit Hagel über Lampferding und die benachbarten Dörfer hinweg. Die Hagelkörner waren bis zu 3 cm dick und vernichteten binnen Minuten alle Feld- und Gartenpflanzen. Viele Dachplatten fegte der starke Sturm von den Dächern der Gebäude und in den Wäldern und Gärten der Gegend hielten viele Bäume der Naturgewalt nicht stand.

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Bei fast jedem Anwesen im Ort riß
der Sturm Dachplatten davon.
      
Abgeknickt und umgeworfen:
Bäume in einem Privatwald bei Dettendorf.


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2009
Der alte Freinger-Hof neben der Lampferdinger Kirche war am 07.  November Schauplatz von Aus- grabungsarbeiten, die von einem Filmteam des Bayerischen Rundfunks begleitet wurden.
Bei den Renovierungsarbeiten wurde nämlich ein rätselhafter Schacht im Keller entdeckt. Experten vermuteten einen sog. Erdstall hier anzutreffen.
Zu sehen war der Beitrag dann am 12. November in der Sendung "Freizeit" mit Max Schmidt.


 Lesen Sie hier den Bericht über die Ausgrabungs- und Dreharbeiten 
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2010
• Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lampferding im Februar konnte Kommandant Simon Huber eine besondere und beim Verein noch nie erfolgte Ehrung vornehmen. Er ernannte seinen Vorgänger im Amt, Pankraz Stelzer, für seinen Einsatz und seine besonderen Verdienste für die Feuerwehr Lampferding zum Ehrenkommandanten der Wehr.
Der "Kraz" war von 1981 bis 1990 zweiter und anschließend bis 2009 erster Kommandant der Wehr.
"Tag und Nacht bereit und wie es auf unserer Fahne steht: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr - ich glaube das ist auch Dein Grundsatz", so Huber. Er dankte Pankraz Stelzer für die geleisteten Dienste und überreichte ihm noch eine Urkunde der Feuerwehr und ein Buchgeschenk.



• Einen weiteren Schritt beim Projekt "Gesamtrenovierung der Kirche" unternahm im Juni die Lampferdinger Kirchenverwaltung. Sie ließ den gesamten Innenraum mittels Gaseinwirkung gegen Schädlinge im Holz bekämpfen.
Nach der dreitägigen Holzwurmbegasung der Lampferdinger Kirche Mariä Himmelfahrt Anfang Juli, wurde das Gotteshaus wieder uneingeschränkt zur Benutzung freigegeben. Anlaß für die Aktion, war der starke Holzwurmbefall der Inneneinrichtung, wie etwa des Gestühls und der künstlerischen Ausstattung.
Die Begasung wurde von einer Fachfirma durchgeführt, die jährlich etwa 200 Kirchen so einer Prozedur unterzieht. Das verwendete Gas "Sulfuryldifluorid" -es wurden 55 kg verbraucht- ist farblos und geruchlos und ist somit nicht zu erkennen, wenn es aus dem begasten Gebäude austreten würde. Daher wurden vorher alle Öffnungen der Kirche zusätzlich abgedichtet und zur Sicherheit ein Schutzbereich um das Gotteshaus im Friedhof abgegrenzt.

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2011
• Nach wochenlangem Ausfall der Lampferdinger Turmuhr war es am 20. April soweit: eine neue digitale Funkuhr-Steuerung wurde in die Sakristei eingebaut und in Betrieb genommen. Die Steuerung kann obendrein auch noch das regelmäßige Läuten der Glocken zu bestimmten Zeiten übernehmen. (mehr...) (int.)

• Im Zuge der Straßenbauarbeiten in Dettendorf wurde die marode "Höllgrabenbrücke" im August erneuert. Die neuen Betonrohre haben einen doppelt so großen Durchmesser wie die alten und somit die vierfache mögliche Durchflußmenge. Das verbessert zusätzlich die Hochwassersicherheit des Unterdorfes. Zur Abstützung des Erdreiches wurden die Ein- und Auslauföffnungen mit Natursteinen ummauert und als Absturzsicherung beidseitig am Straßenrand Leitplanken gesetzt. Bei den Arbeiten kamen Holzstämme zum Vorschein, die von einem älteren Vorgängerbau der Höllgrabenbrücke stammten.

• Am 04. November verstarb plötzlich der Lampferdinger Wimmer-Bauer Pankraz Stelzer (54) auf seinem Hof. Der "Graz" war seit 1990 viele Jahre Gemeinderat der Gemeinde Tuntenhausen. Besonders aber verbunden war der Verstorbene mit dem Lampferdinger Kirchenchor, deren aktives Mitglied er jahrelang war und der Lampferdinger Feuerwehr, deren erster Ehrenkommandant Pankraz Stelzer seien durfte (siehe oben bei "2010").

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2012
Bei der Jahreshauptversammlung der Lampferdinger Feuerwehr am Beginn des Jahres wurde Bilanz gezogen. So verfügt die Wehr derzeit über insgesamt 50 aktive Mitglieder und über 14 Anwärter in der Jugendfeuerwehr. Außerdem gab der Bürgermeister bekannt, daß für die Freiwillige Feuerwehr Lampferding ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) mit einem Gesamtgewicht von unter 7,5 Tonnen, mit der Möglichkeit eine Besatzung von sechs Mann (Staffel) zu transportieren, für das Jahr 2014 vorgesehen ist.

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2013
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Mit dem Leben davon gekommen sind bei einem Blitzeinschlag gerade noch zwei junge Männer auf einem Acker in Schlafthal. Sie standen nur wenige Meter daneben, als sie gerade den Mähdrescher abfahrbereit machten. Wie durch ein Wunder passierte den beiden nichts! Durch den Blitzeinschlag wurde das Stroh, das noch auf dem Feld lag, entzündet, so daß die Feuerwehr Lampferding ausrücken mußte. Es waren zufällig genügend Feuerwehrleute vorhanden, um das Feuer schnell zu löschen, denn im nahen Stadl wurde gerade das Stadlfest abgebaut. Zum Glück hatte es gerade begonnen, stark zu regnen.

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2014
Ein Turmfalken-Paar zog in einer kleinen Fensternische im zweiten Stockwerk des Satteldachturmes der Lampferdinger Kirche ihre fünf Jungen auf (Bild rechts). Dies alles beobachteten über die ganze Zeit mehrere interessierte Nachbarn rund um das Gotteshaus. Gut zu sehen waren die Falken, wenn sie mit den Beutetieren in ihren Fängen Richtung "Nest" flogen.
Die Greifer, die in ganz Europa verbreitet sind, saßen immer an den gleichen Stellen: auf den Wetterfahnen des Turmes, auf dem First des Kirchenschiffes und auf der Sirene auf dem Wirt-Gebäude. Im Juli wurden die jungen Turmfalken aber schon flügge und unternahmen eigene Ausflüge im ganzen Ort.

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2015
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Ein einmaliges Fest begingen die Einwohner des kleinen Nachbarortes Holzen in der Gemeinde Aßling am 03. Oktober 2015: das 1250-jährige Ortsjubiläum. Angeführt von der "Bairer Musi" zogen die Vereine mit ihren Fahnen, die Geistlichkeit und viele andere Festbesucher durch das beschauliche Holzen zu dem kleinen Hügel vor der Kirche Sankt Laurentius hinauf (Bild links). Hier war der Feldaltar aufgebaut, an dem Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger den Festgottesdienst zelebrierte.

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2016
• In diesem Jahr nahm die Feuerwehr das lange ersehnte neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) in Empfang. Bei dem neuen Feuerwehrauto handelt es sich um einen Mercedes-Benz 516 CDI mit Integralaufbau. Die Gesamtkosten des TSF summierten sich auf 150.000 Euro.
Ein Gottesdienst in der Lampferdinger Marienkirche eröffnete am 23. Oktober den Festtag. Pfarrer Amit Sinha Roy nahm anschließend die feierliche Segnung auf dem Kirchenvorplatz vor.
Nach dem Festzug durch den Ort zum Feuerwehrhaus, konnte man sich das frisch gesegnete TSF von innen und außen anschauen.

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Pfarrer Roy segnete das neue Feuerwehrauto.
     
Der Festzug zum Feuerwehrhaus.

 Lesen Sie hier den Bericht über die Segnung des Feuerwehrautos 
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• Das wahrscheinlich zweithöchste Windrad in Bayern wurde beim Weiler "Hamberg" in der Gemeinde Bruck (Landkreis Ebersberg) errichtet. Es ist ca. 180 Meter hoch.
Diese Windkraftanlage, die der Stromerzeugung dient und von örtlichen Investoren finanziert wurde, ist ein beeindruckendes und weit sichtbares Bauwerk. Von Lampferding ist es 9,5 Kilometer Luftlinie entfernt. Vom Aschbachberg aus ist die Anlage am Horizont gut zu erkennen (Bild rechts, im Bau). Der Blick geht über Holzen (Gemeinde Aßling) und im Vordergrund ist der Zaun der ehemaligen Raketenstellung Lampferding im Bild.


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